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Warcraft, Karma und Jesus

Das Wort in unseren (ir)realen Welten

Alle Infos zum Studientag 2012

"Frauentausch" an Kolleg und Hochschule

Vom 21.11. bis zum 02.12.2011 wird es am CVJM-Kolleg und an der CVJM-Hochschule zum Frauentausch kommen. Wenn euch das interessiert, könnt ihr hier

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"Ersties" stürmen den Campus

19 lernwillige Neuankömmlinge sind am Campus angekommen...

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Borkum-Projekt 2011

Nach einem vollen Studienjahr durften sich der 82. und 83. Jahrgang des CVJM-Kollegs am 28. Mai 2011 auf den Weg in den hohen Norden machen...

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Campustage 2011

Ein Rückblick auf die Campustage vom 13.-15. Mai 2011.

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75 Jahre CVJM-Kolleg

Große Festveranstaltung im Mai 2003

"Kirche bleib bei deiner Botschaft"

Deutliche Worte bei der Festansprache zum 75-jährigen Jubiläum des CVJM-Kollegs

"Der zentrale christliche Beitrag für die Bildung geschieht im Gottesdienst." Mit diesem für einen Bildungsminister ungewöhnlichen Kernsatz überraschte Steffen Reiche aus Potsdam die rund 300 Gäste in der Baunataler Stadthalle.

Am 3. und 4. Mai feierte das Ausbildungsinstitut des CVJM-Gesamtverbandes in Deutschland sein 75-jähriges Jubiläum. Was 1928 als "CVJM-Sekretärschule" mit einem Neubau in Kassel-Wilhelmshöhe und 8 Schülern begann, heißt heute "CVJM-Kolleg", das mit seiner kirchlich und staatlich anerkannten Ausbildung zum "CVJM-Sekretär/Erzieher" oder "CVJM-Sekretärin/Erzieherin" jährlich bis zu 40 Studierende aufnimmt.

In der Festveranstaltung am Samstag begann CVJM-Generalsekretär Urlich Parzany mit einem geistlichen Wort, in dem er den Fokus ganz auf das Gebet richtete. Nach dem Grußwort von Probst Reinhold Kalden aus Kassel wurden inhaltliche Impulse von Steffen Reiche, dem Minister für Bildung, Jugend und Sport im Land Brandenburg, erwartet.

Seinen Festvortrag zum Thema "Der christliche Beitrag zur Bildung" hatte der Minister ganz auf die Arbeit des CVJM zugeschnitten. Zunächst bezog er sich auf den "Beitrag Christi zu dem, was wir seit Goethe Bildung nennen." Jesus Christus habe nicht nur die Zeitrechnung verändert, sondern einen prägnanten Bildungsauftrag an seine Jünger erteilt, indem er sie auffordert: "... gehet hin in alle Welt - taufet - lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe."

Später greife Luther diesen Faden auf und schrieb 1524: "An die Rathsherren aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen." Luthers Ziel war dabei, jedem zu ermöglichen, selber in der Bibel lesen zu können.

Reiche betonte, dass es den christlichen Impulsen der Aufklärung zu verdanken sei, dass Bildung zu einem Menschenrecht wurde. Allerdings werde der elementare Anteil der Bildung, die "Fundamentalbildung", zu Hause vermittelt. "Das Wichtigste geben die Eltern."

Der christliche Beitrag für Allgemeinbildung, religiöser Bildung und Wertebildung beginne im Gottesdienst. "... und hier vor allem in der Predigt, in der Erklärung von Gottes Wort, Gottes Welt, Gottes Wirklichkeit", so der Minister wörtlich. Gleichzeitig prangerte er aber auch Missstände an: "Wenn eine Kirche in ihrem Zentrum den Menschen nichts mehr zu sagen hat, keinen Beitrag mehr zur Allgemeinbildung bringt, wird man von ihr folgerichtig auch an anderen Orten nichts erwarten können." In der Predigt solle Bildung der Seele und des Geistes geschehen.

Dann wurde Steffen Reiche noch deutlicher: "Und dann hören Sie sich das Geschwätz auf den Kanzeln an: Es ist meist nicht bildend, nicht auferbauend ... Auf den meisten Kanzeln wird nur was Nettes gesagt, was so sein könnte, aber nicht sein muss. Evangelium verkündigen, hießt Gottes Wort, Gottes Wirklichkeit erklären heißt, unserer Zeit die Zeit anzusagen!" Er bezeichnete es als gigantische Bildungsaufgabe, Menschen zu erklären, was es hieße, im Jahr 2003 zu leben.

"Und wenn, liebe Schwester und Brüder, Kirche hierzu nichts zu sagen hat, so dass es Menschen glauben, dass es sie bildet, dann hat Kirche auch nirgendwo anders etwas zu sagen, weil man ihr nicht glaubt, weil es zu irrelevant ist, weil es zu einfältig, zu lächerlich, zu fromm ? einfach zu belanglos ist. Sie hat dort sehr viel zu sagen, nämlich das Evangelium."

Er führt aus, wie wichtig Gottes Botschaft: "Ich liebe dich" für das Leben sei und fasst zusammen: "Schuster bleib bei deinen Leisten. Kirche bleib bei deiner Botschaft. Wenn du da, im Zentrum, im Herz von Kirche, nämlich im Gottesdienst etwas zu sagen hast, dann hat Kirche heute auch wieder außerhalb etwas zu sagen."

Reiche führt in aller Deutlichkeit aus: "Der Skandal ist, dass die Kirche meist auch in ihren eigenen vier Wänden nichts zu sagen hat, was sich zu merken lohnt, was bildet und was Menschen trägt. Aber dort, wo das geschieht, da geschehen Wunder ? kleine und große. Denn da kommen Menschen neu zu Wort, weil Gott bei ihnen zu Gehör kam."

Zum Abschluss fordert Steffen Reiche die CVJM-Mitarbeiter auf, in die Schulen zu gehen, hier seien die Jugendlichen mit ihren Fragen. Der Schüler suchten nach Gesprächen mit Freunden und gerade die Ganztagsangebote böten neue Möglichkeiten der Mitgestaltung durch den CVJM.

Am Samstagnachmittag wurden Foren zu religiösen Trends am Anfang des 21. Jahrhunderts und zu den neuen Plänen zum Ausbau des CVJM-Kolleg zu einer internationalen Fachhochschule geboten. Bereits ab September 2004 könnten nach den bisherigen Plänen die ersten Studierenden diesen Weg einschlagen.

Das Jubiläum fand am Sonntag seinen Höhepunkt in dem Festgottesdienst mit einer Predigt von Dr. Wolfgang Neuser, dem Direktor des CVJM-Kollegs.

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